In der vierten von neun Runden mussten die beiden Führenden in der Landesliga Karlsruhe/Pforzheim Federn lassen. Während Mühlacker mit einem Unentschieden gegen Simmersfeld noch mit einem blauen Auge davon, verlor Conweiler 3-5 bei Aufsteiger Forst.
Die Senderstädter, die auf zwei Stammspieler verzichten mussten, konnten nur an den Mittelbrettern ihr Potential ausschöpfen, so dass es trotz des Remis von Peter Julisch am Spitzenbrett gegen FIDE-Meister Armin Huber nur zur Punkteteilung gegen die erst zum zweiten Mal in dieser Saison komplett angetretenen Schwarzwälder reichte.
Die Überraschung des Spieltages lieferte aber der bisherige Tabellenletzte Forst, der gegen den Tabellenzweiten Conweiler erstmals in Bestbesetzung antreten konnte. Dr. Matthias Birke sorgte für den einzigen Sieg der Straubenhardter, die an zwei Brettern ihre Gewinnchancen nicht verwerten konnten und dann sogar auf die Verliererstraße kamen. In zwei weiteren Partien mussten sie mit Minusbauern im Endspiel um remis kämpfen. Birkenfeld schlug den in Unterzahl angetretenen Gastgeber Wiesental mit 5,5-2,5 und schob sich damit auf Platz zwei vor. Mit Pforzheim, das durch einen 5-3-Sieg über KSF III auf Platz vier kam, liegen nun vier Mannschaften aus dem Schachbezirk Pforzheim an der Tabellenspitze. Die Goldstädter gingen durch frühe Siege von Markus Hilzinger und Udo Leibbrand in Führung, die Dieter Müller kurz vor der Zeitkontrolle sogar noch auf 3-0 ausbauen konnte. Dann kamen die Karlsruher wieder auf 3-2 heran, bis schließlich Jürgen Söhnle nach über 5,5 Stunden Spielzeit seinen a-Bauer in einem Endspiel Läufer gegen Springer zur Dame führen konnte. Kurz darauf erreichte Oliver Linder nach 79 Zügen in einem Läuferendspiel mit Minusbauer eine Remisstellung und sicherte damit den Mannschaftssieg. In der letzten Partie hatten beide Spieler noch ungefähr eine Minute auf der Uhr, als Dr. Christoph Mährlein seine Gewinnversuche im Turmendspiel einstellen musste und ins Remis einwilligte. Die Landesliga ist nach diesem Spieltag wieder spannend geworden.
In der Bereichsliga sind die Verhältnisse klarer. Neuhausen II hat gegen seine Verfolger Calw und Zeutern bereits gewonnen und bekam an diesem Spieltag die Punkte von Schlusslicht Eggenstein-Leopoldshafen geschenkt. Calw gewann gegen die mit nur sechs Spielern angetretene zweite Mannschaft von Mühlacker hoch mit 6-2 und kann sich am nächsten Spieltag mit einem Sieg gegen den Tabellendritten Zeutern eine gute Ausgangsposition für die Vizemeisterschaft erspielen. Neuenbürg konnte mit einem Unentschieden gegen Waldbronn seinen Nichtabstiegsplatz halten.
Ersingen und Niefern-Öschelbronn heißen die beiden Spitzenreiter in der Bezirksklasse Pforzheim. Die Mannschaft aus dem Kirnbachtal setzte sich nur knapp gegen den Tabellenneunten Illingen durch während die Kämpfelbacher bei ihrem 6-2-Erfolg gegen Conweiler II keine Probleme hatten. Vorerst aus dem Rennen ist Pforzheim II, die ersatzgeschwächt gegen Ispringen verloren. Spannend ist die Abstiegsfrage. Fünf der zehn Mannschaften weisen bisher nur je einen Sieg auf und sind nur durch wenige Brettpunkte getrennt.
In der Kreisklasse A peilt Pforzheim III den Wiederaufstieg an. Die Mannschaft mit dem wohl höchsten Altersdurchschnitt im Badischen Schachverband fegte ihren Konkurrenten Neuhausen III mit 5,5-2,5 von den Brettern. Und das obwohl sich die Mannschaft aus der Bietgemeinde mit drei Spielern von ihrer II. Mannschaft verstärken konnte, da diese ihr Spiel kampflos gewonnen hatte.
Mit nur sieben Mannschaften ist die Kreisklasse B in dieser Saison besetzt. Niefern-Öschelbronn II hat bisher alle vier Spiele gewonnen und hat gute Chancen auf den Aufstieg, auch wenn die Kirnbacher in der vorletzten Runde ihre spielfrei sind und ihre Konkurrenten aufschließen können.
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WIM-Norm für Manuela Mader in Dresden
Manuela Mader schaffte mit hervorragenden 7,5/10 eine WIM-Norm.
Valentin Iotov war am Schluß nicht mehr ganz so erfolgreich, aber mit 6,5/9 war er eine Stütze des bulgarischen Teams. Vladimir Georgiev vertrat Mazedonien am Spitzenbrett mit 5,5/10 ebenfalls würdig.
Sebastian Bogner hatte in Dresden das Handicap, dass er von 9 Partien 7(!) mit Schwarz spielen musste. Darunter litt natürlich seine Punkteausbeute (3,5/9) erheblich.
Am Dienstag letzte Runde bei der Olympiade
Medaillenhoffnungen gibt es für die deutschen Teams keine mehr. Armenien hat sich wieder an die Spitze gesetzt und bei den Damen führt die Überraschungsmannschaft aus Polen.
Die Bezirksvertreter haben überwiegend gute Ergebnisse erzielt.
Valentin Iotov kam in der 2. Turnierhälfte nicht mehr so oft um Einsatz und hat jetzt 6/7.
Aufgerappelt hat sich Vladimir Georgiev und mit 5/9 hat er eine ordentliche Bilanz an Brett 1.
Sehr erfolgreich und konstant spielt Manuela Mader mit 6,5/9. Einzig Sebastian Bogner hat bis jetzt nicht so viele Punkte geholt.
Im Open habe ich bisher nur Robert Kaminski vom SC Mühlacker gefunden.
Deutschlandcup beendet
Beim Deutschlandcup (K.O.-System mit Schweizer System)konnte keiner der Bezirksvertreter Erster werden, aber die Punkteausbeute war nach 6 Runden meist ganz ordentlich.
Je 4 Punkte holten: Raoul Strohäcker, Thomas Gremmelmaier, Jan-Hendrik Kalte und Christoph Mährlein
Je 3,5 Punkte holten: Tobias Tiemann, Janis Kuch und Georg Wurdig
3 Punkte holte: Armin Farmani Anosheh
Je 2,5 Punkte holten: Dominik Waidelich, Viktor Becker und Andreas Gann
Ich hoffe, dass ich niemand übersehen habe.
Bei den \“Großen\“ aus dem Bezirk tat sich nicht viel. Alle außer Vladimir Georgiev (jetzt 3 aus 6) pausierten. Sebastian 2/5, Manuela 4/6 und Valentin Iotov nahm nach seiner ersten Niederlage (5/6) eine Auszeit.
Deutschland 1 ist nach wie vor 2. (Sieg gegen Rumänien) und spielt jetzt gegen Israel. Tabellenführer Armenien hat es mit Frankreich zu tun.
Baden 7. bei der Ländermeisterschaft
Eine knappe Niederlage gegen Hessen warf die badischen Vertreter wieder auf Platz 7 zurück.
Am Brett ungeschlagen mit 6 Remisen bei einer kampflosen Niederlage, so beendete Alisa Frey den Wettbewerb, Christoph Tiemann holte 3,5 aus 6. Nicht in Tritt kam Simon Ohnmacht bei seinen unregelmäßigen 4 Einsätzen.
Rüdiger Braun bietet auf der Seite der SF Birkenfeld eine ausführliche Olympiade-Berichterstattung. Es lohnt sich einen Blick reinzuwerfen.
Olympiade 5. Tag
Deutschland 1 remisierte gegen Russland.
Deutschland 2 gewann gegen den Gastgeber der Schacholympiade von 1939, Argentinien, mit 3-1. Sebastian brachte sein Team mit Schwarz zeitig in Führung. Sein Gegner gab 2 Bauern her und dann noch bei ziemlich vollem Brett auf.
Manuela gewann nicht unerwartet und ihr Team bezwang Puerto Rico mit 4-0.
Bei Valentin Iotov wird es so langsam langweilig – 5. Sieg im 5. Spiel.
Vladimir Georgiev kommt nicht in die Gänge – erst 1 aus 4.
Bei den Ländermeisterschaften ist Baden 5. und kann sich in der Schlußrunde noch um 1-2 Plätze verbessern. Alisa hat bis jetzt 5 Remisen und 1 kampflose Niederlage, Christoph 3,5 aus 5 und Simon, der bisher nur 3x zum Einsatz kam, 1 aus 3.
Beim Deutschlandcup sind erst 2 Runden gespielt. Die Tabellen sind schwer lesbar. Ab der 3. oder 4. Runde sieht man dann wer sich von den Bezirksvertretern in der Spitze hält.
Deutschland 1 ist Tabellenführer
und spielt in der 5. Runde gegen Russland!
Die Bezirksvertreter haben folgende Bilanz:
Valentin Iotov: 4 aus 4 an Brett 4 von Bulgarien
Sebastian Bogner: 1 aus 3 bei Deutschland 2 an Brett 3
Manuela Mader: 2,5 aus 4 bei Deutschland 2 an Brett 3
Vladimir Georgiev: 1 aus 3 an Brett 1 von Mazedonien (muss oft gegen 2700 antreten)
Bei der Ländermeisterschaft der Jugend liegt Baden im Mittelfeld und unsere Bezirksvertreter Alisa Frey, Christoph Tiemann und Simon Ohnmacht auch. Bisher gelang nur Christoph ein Sieg.
Im Open und im Seniorenturnier habe ich keine Bezirksvertreter gefunden. Der Deutschlandcup hat heute begonnen und ist mit den vielen DWZ-Gruppen etwas unübersichtlich.
Neuhausener Spieler holen 1,5 Punkte in der 1. Runde
Einen Punkt hatte Neuhausen bei der 1. Olympiarunde schon sicher, da Sebastian Bogner auf Valentin Iotov traf. Trotz des Sieges von Valentin gewann Deutschland 2 gegen die starken Bulgaren mit 2,5-1,5 und schafften damit eine Sensation.
Nicht punkten konnte Vladimir Georgiev. Sein Team aus Mazedonien ging gegen Aserbeidschan mit 0-4 unter.
Bei den Damen remisierte Manuela Mader für Deutschland 2 gegen Schweden und trug damit entscheidend zum 2,5-1,5-Sieg bei. Trotz Minusqualität im Endspiel kämpfte sie sich bis zum Dauerschach durch.
Sitzung des Bezirksvorstandes am 11.11.
Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
– Der Bezirk benötigt bald einen neuen DWZ-Referenten, da Birgit Schneider wahrscheinlich die Nachfolge von Dieter Gebhard als badischer DWZ-Referent antritt.
– Die Kassenlage bietet keinen Anlass zur Sorge. Nur wenige säumige Zahler
– Nächstes Jahr soll die B-Klasse wieder mehr als 7 Mannschaften haben
– Beim Bezirksmannschaftspokal sollen wieder mehr Vereine mitmachen. Ideen: Vereine mit mindestens 2 Mannschaften werden verpflichtet zur Teilnahme, Zentrale Austragung der ersten Runden, z. B. an einem Freitag Abend, statt Vereinsabend fährt man z. B. nach Pforzheim und spielt Pokal, Spiellokal bietet Platz für 20 4er-Mannschaften
– Bezirksvorstand beruft Bezirksjugendversammlung ein wegen Inaktivität des bisherigen Vorstands
Schacholympiade beginnt
Am 12.11. beginnt die Schacholympiade in Dresden mit der Eröffnungsfeier. Die ersten Figuren ziehen aber nicht die Großmeister sondern die Schüler der Partnerschulen. 275 Mannschaften aus 152 Nationen begegnen sich ab dem 13.11. um 15 Uhr am Schachbrett. Am Sonntag, den 16.11. geht der bestens bekannte Deutschlandcup los, bei dem auch der Schachbezirk mit knapp einem Dutzend Spielern vertreten ist. Das alles und noch einiges mehr ist im Internet zu verfolgen.
